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Of­f­re 110 sur 161 du 25/01/2017, 16:17

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TU Ber­lin - IWF

Unser For­schungs- und Lehr­an­ge­bot ori­en­tiert sich an Tech­no­lo­gie und Manage­ment des indus­tri­el­len Fabrik­be­triebs und umfasst sowohl die Ent­wick­lung von Pro­zess­tech­no­lo­gien und Pro­duk­ti­ons­an­la­gen als auch deren infor­ma­ti­ons­tech­ni­sche Model­lie­rung. In sechs Fach­ge­bie­ten arbei­ten Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler inter­dis­zi­pli­när an der "Digi­ta­len Fabrik". Unser Ziel ist es, Pro­dukt­ent­wick­lung, Fer­ti­gungs­pla­nung und Pro­duk­tion infor­ma­ti­ons­tech­nisch so abzu­bil­den und zu ver­net­zen, dass Pro­duk­tent­ste­hungs- und Lebens­zy­klen durch­gän­gig simu­liert, veri­fi­ziert und opti­miert wer­den kön­nen. Bereits 1904 gegrün­det, sind wir eine der tra­di­ti­ons­reichs­ten Ein­rich­tun­gen pro­duk­ti­ons­tech­ni­scher For­schung und Lehre in Deutsch­land. Mit gegen­wär­tig etwa 170 Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern bil­den wir jähr­lich etwa 200 Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten in Maschi­nen­bau und Wirt­schafts­in­ge­nieur­we­sen aus.

Pro­gram­mie­rung, Inbe­trieb­nahme und Eva­lu­ie­rung eines Online-Mess­sys­tems zur Ver­schleiß­über­wa­chung beim Dre­hen

Auf­ga­ben­be­sch­rei­bung:

Am Insti­tut für Werk­zeug­ma­schi­nen und Fabrik­be­trieb ist ein Sen­sor­sys­tem ent­wi­ckelt wor­den, mit dem der Frei­flä­chen­ver­schleiß an der Werk­zeug­schneide wäh­rend des Zer­span­vor­gangs bestimmt wer­den kann. Durch die­ses inno­va­tive Sen­sor­sys­tem soll der Auf­wand zur Bestim­mung des Frei­flä­chen­ver­schlei­ßes redu­ziert wer­den. Das Mess­sys­tem besteht aus einer spe­zi­ell kon­stru­ier­ten Werk­zeug­auf­nahme in den han­dels­üb­li­che Klemm­hal­ter ein­ge­spannt wer­den kön­nen. An der Werk­zeug­auf­nahme wird ein Laser­tri­an­gu­la­ti­ons­sen­sor befes­tigt. Die­ser misst den geo­me­tri­schen Abstand zum Werk­stück kon­ti­nu­ier­lich.

Das Haupt­ziel die­ser wis­sen­schaft­li­chen Arbeit ist die Eva­lu­ie­rung des Sen­sor­sys­tems und die Bestim-mung der Mes­s­un­si­cher­heit durch Dreh­ver­su­che. Im ers­ten Schritt soll zum bes­se­ren kine­ma­ti­schen Ver­ständ­nis ein geo­me­tri­sches Modell der räum­li­chen Ver­hält­nisse erstellt wer­den. Mit die­sem wird dann der opti­male Mess­ab­stand und -punkt auf dem Werk­stück bestimmt. Im dar­auf fol­gen­den Schritt soll der Sen­sor in ein bestehen­des Mess- und Rege­lungs­sys­tem der Firma Beck­hoff inte­griert wer­den, um die Sen­sor­si­gnale auf­zu­zeich­nen und aus­zu­wer­ten. Dafür muss eine Soft­ware und eine gra­fi­sche Benut­zer­schnitt­stelle pro­gram­miert wer­den. Nach erfolg­rei­cher Inbe­trieb­nahme des Sen­sor­sys­tems wird durch Dreh­ver­su­che die Wir­kun­gen unter­schied­li­cher Ein­fluss­grö­ßen wie zum Bei­spiel Schnitt­ge­schwin­dig­keit, Vor­schub, Schnitt­tiefe, Werk­stück­größe und Stei­fig­keit der Werk­zeug­ma­schine bestimmt. Im letz­ten Schritt sol­len Emp­feh­lun­gen erstellt wer­den, mit dem das Sen­sor­sys­tem ver­bes­sert wer­den kann.

Die Arbeit lässt sich in fol­gende Schwer­punkte unter­tei­len:
  • Erfas­sen des Stands der Tech­nik hin­sicht­lich Sen­so­rik, Online-Ver­schleiß­mes­sung und mess­tech­ni­scher Grund­la­gen
  • Auf­stel­len eines mathe­ma­tisch, geo­me­tri­schen Modells zur Bestim­mung des opti­ma­len Mess­be­reichs
  • Imple­men­tie­rung des Sen­sor­sys­tems in ein bestehen­des Mess- und Rege­lungs­sys­tem
  • Pro­gram­mie­ren einer gra­fi­schen Benut­zer­schnitt­stelle
  • Pro­gram­mie­ren einer Auf­zeich­nungs- und Aus­wer­te­soft­ware
  • Inbe­trieb­nahme des Mess­sys­tems
  • Bestim­mung der Mess­sys­tem­prä­zi­sion
  • Sta­tis­ti­sche Ver­suchs­pla­nung zur Bestim­mung der Ein­fluss­grö­ßen
  • Ver­suchs­durch­füh­rung an einer Dreh­ma­schine
  • Aus­wer­tung der Ver­such­s­er­geb­nisse
  • Ver­bes­se­rungs­po­ten­ziale zur Stei­ge­rung der Prä­zi­sion
  • Voll­stän­dige Doku­men­ta­tion der Ergeb­nisse

Er­war­te­te Qua­li­fi­ka­tio­nen:

  • Struk­tu­riere Vor­ge­hens­weise, schnelle Auf­fas­sungs­gabe
  • Gute Noten in der Pro­duk­ti­ons- bzw. Fer­ti­gungs­tech­nik
  • Pro­gram­mier­kennt­nisse sind wün­schens­wert
  • Micro­soft Office Kennt­nisse und Inter­esse an expe­ri­men­tel­ler Arbeit

Un­ser An­ge­bot:

  • Ange­neh­mes Arbeits­um­feld und erfah­rene Betreu­ung
  • Unter­stüt­zung der Akti­vi­tä­ten eines Indus­trie­pro­jekts sowie die Umset­zung eige­ner Ideen
  • Span­nende und her­aus­for­dernde Abschluss­ar­beit

Hin­wei­se zur Be­wer­bung:

Bitte schrift­lich mit Lebens­lauf und Noten­spie­gel